Was bisher geschah…

Hallo ihr Lieben ich weis lang, lang ist´s her:)

Seit ich wieder da bin ist vieles passiert.

Ich war auf mehreren Seminaren und habe ein neues Fsj angefangen, welches mir großen Spaß macht🙂

Ein paar Wochen nach meiner Rückkehr ging es für mich und viele andere Volos von Beit Uri zu unserem Nachbereitungsseminar in Rottweil. Dort haben wir nochmal viel über das Jahr gesprochen, was für mich noch sehr verfrüht war, da ich froh war wieder zuhause zu sein und bei meiner Familie und Freunden zu sein und auch noch nicht wirklich etwas über mein Jahr in Israel sagen konnte. Trotzdem war es sehr schön ein paar unsere alten Teamer und natürlich die anderen Freiwilligen wieder zu sehen🙂

 

Einige Wochen später ging es weiter mit dem Engagement- Kolleg in Amelinghausen oben im Norden.Ich habe mich für ein Kochseminar entschieden wo ich dann Fredi eine andere Volontärin aus Israel wieder sehen konnte und wir beiden hatten, auch mit den anderen Freiwilligen die quer über die Welt verteilt waren, viel Spaß. Innerhalb des Seminars haben wir in Gruppen für einander gekocht und sogar bei der Ernte auf dem Demeterhof,  auf dem wir gewohnt haben, geholfen.

 

Außerdem habe ich am 04.10.16 ein weiteres Fsj begonnen. Dieses mache ich an einer Förderschule und bin sehr begeistert!!! An der Schule gibt es sowohl Schüler mit Geistigenbehinderungen als auch Kinder mit Lernbehinderungen. Das Konzept solcher Schulen begeistert mich total und ich bekomme soviel Lob und Zuspruch für meine Arbeit dort, dass ich sogar in Erwägung ziehe Sonderschulpädagogik zu studieren.

Natürlich könnte ich meine Arbeit an der Schule nicht so ausführen hätte ich nicht mein Jahr in Israel erlebt und von dort viele Erfahrungen mitgebracht.

Die Sehnsucht nach Israel war in den letzten Monaten nicht so groß, natürlich habe ich meine Member vermisst! Doch erst jetzt kommen nach und nach Erinnerungen hoch die mich ab und an, eine gewisse Sehnsucht spüren lassen. Allerdings stehe ich nach wie vor mit vielen Freunden aus Israel und der Zeit in Verbindung und bekomme so natürlich stetig Berichterstattung🙂 Auch habe ich sogar schon mit einigen meiner Member telefonieren können oder habe Sprachnotizen bekommen. Ich würde dieses Jahr für nichts wieder her geben und bin sehr dankbar für alle meine Erfahrungen und die Erweiterung meines Sichtfelds auf viele Themen bezogen, aber gerade ist es gut wieder Zuhause zu sein und sich hier wieder an neue Herausforderungen zu machen.

Es grüßt eure sehr zufriedene und noch bisschen gebräunte

Ronja

Ps: Bald und dieses mal wirklich bald kommt mein letzter Blogeintrag zu dem Thema Palästina . Wohl eines der Wichtigsten Themen mit denen man sich in seinem Auslandsjahr in Israel beschäftigt:)

wieder Zuhause

Hallo ihr Lieben

Am 25.08 haben Liane und ich uns zusammen auf den Rückweg gemacht es ging also um 8.00 Uhr von Israel nach Istanbul und dort mit 1 Stunde Verspätung weiter nach Frankfurt.

Wieder in Deutschland angekommen wurden wir am Frankfurter Flughafen von unseren Familien und Freunden herzlichst begrüßt !!!🙂

Mir ging es hier in den ersten Tagen sehr gut und ich genieße es meine Freunde und Familie wieder zu sehen!!

Bald kommt noch ein etwas tiefer gehender Eintrag über meine Gefühle vor allem auch in den letzten Tagen in Israel. Hierzu möchte ich mir aber noch ein bisschen zeit nehmen um alles gut darstellen zu können.

Liebe Grüße

Ronja🙂

376 Tage später

Die Tage sind gezählt, die Koffer gepackt und der Flieger geht in 8 Stunden.

Den gestrigen Tag habe ich mit Abschiednehmen verbracht viel geweint und mich doch auch auf Deutschland gefreut ! Jetzt heiß es 5 Stunden warten bis der check in beginnt, aber zum Glück bin ich nicht alleine unterwegs🙂

Mehr über den Abschied und die letzte Zeit erfahrt ihr wenn ich wieder in Deutschland bin🙂

Bis ganz bald ihr Lieben!!

eure mega aufgeregte Ronja

Surfen , Steh Yakot und das Ende rückt näher

Hallo an Alle🙂

In den letzten 2 Wochen haben Liane, Salome und ich ein bisschen Surfunterricht genommen was uns sehr viel Spaß gemacht hat! Die einzelnen Schritte wurden gut erklärt und es waren sogar kleine Erfolge sichtbar immerhin hat es jeder von uns geschafft auf dem Bord zu stehen und von einer Welle getragen zu werden.

Wir haben den Kurs mit der Chilli Surf School in Tel Aviv gemacht wo uns vor allem die detaillierte Erklärung und das eingehen auf jeden einzelnen sehr gut gefallen hat. Auch der Preis, welcher bei 150 NIS für 1,5 Stunden lag war voll in Ordnung!

Hier der Link falls mal jemand Lust auf gute Surfstunden hat🙂

http://chilli-surf-school.com/

 

Auch war ich die letzte Woche mit dem Kinderhaus auf einer kleinen Freizeit in Steh Yakot. Hier waren mehrere Jugendliche im alter von 15-18 Jahren, welche sich bei unterschiedlichen Freizeitaktivitäten um unsere Member gekümmert haben.Wir waren am Strand, Kajak fahren auf dem Jordan und im Schwimmbad. Es war außerdem das letzte mal das Judy eine andere Volontärin und ich zusammen gearbeitet haben denn leider wird sie morgen ihren Heimweg antreten.Sowohl wir als auch die Kinder haben die Zeit sehr genossen. Auch war es unsere letzte Zeit mit Shoshana einer israelischen Freiwilligen denn auch sie hat ihren Dienst in Beit Uri letzte Woche beendet.

Ansonsten hatte ich Geburtstag und wir waren alle zusammen auf unserem Berg dem Givat um dort von 11. auf 12. die Sternschnuppen Nacht zu genießen.

Und dann musste man plötzlich Abschied nehmen, denn Jennifer und Salo haben ihr Auslandsjahr beendet und sind zurück nach Deutschland geflogen. Sie sind in diesem Jahr sehr gute Freunde für mich geworden und der Abschied fiel uns allen nicht leicht:/

Ich bin vermutlich diejenige, welche sich am meisten von allen auf das Ende des Jahres gefreut hat und doch hat mich dieses plötzliche Ende der Abschied und all das jetzt doch ziemlich erschrocken. Das diese Zeit plötzlich um sein soll und man allen tschüss sagen muss ist doch ziemlich seltsam!!

Heute und morgen werden Miri und Judy sich auf den Weg nach Deutschland mach und die neuen Volontäre kommen nach und nach in Beit Uri und auch mein Abflug rückt immer näher. Ich möchte mich jetzt schon mal bei den ganzen anderen Volos für dieses Jahr und die Zeit mit euch bedanken!!!

So ihr Lieben ich melde mich bald wieder bis dahin schicke ich noch etwas Sonne nach Deutschland denn davon haben wir hier ganz viel🙂

eure Ronja

 

 

 

der Abschied rückt näher

Hallo ihr Alle

das letzte Wochenende habe ich mit meiner Austauschfamilie verbracht. Es war mein letzter Besuch bei ihnen für dieses Jahr und auch erst Mal für die nächste Zeit. Ich habe dieses Wochenende so genossen jedesmal wenn ich bei Familie Lavi das Haus betrete fühle ich mich sofort heimisch:) !!! Ja es ist eindeutig ein Teil Familie den ich sehr schätze und welcher mir sehr wichtig ist. Wir hatten am Freitag ein schönes Abendessen, mit ganz viel super leckerer selbst gemachter Pizza und tollen Cupcakes sowie einem leckeren Kuchen zum Nachtisch, mit der ganzen Familie. Am Samstag sind Rotem ihr Bruder und ich dann noch zusammen an den Strand und haben die Sonne genossen. Den Nachmittag habe ich dann eine Serie mit allen zusammen geschaut und es war wie ein Sonntag Mittag mit meinen Eltern auf dem Sofa🙂

Ich bin wirklich so glücklich sagen zu können eine Familie in Israel zu haben bei welcher ich immer Willkommen bin und bei der ich mich so geborgen fühle!

Vielen Dank für die schöne Zeit mit euch und bis hoffentlich ganz bald! Toda Raba!

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Euch auch bis ganz bald Grüße

Ronja

Noah

In der vergangenen Woche haben wir mit einer Großen Show, an der ganz Beit Uri beteiligt war und zu der Eltern und Verwandte zu Besuch kamen, an Noah und die Arche gedacht. Dargestellt wurden Vögel, Giraffen,Marienkäfer, Ameisen, ein Unwetter und vieles mehr. Auch ich war beteiligt und habe mit ein paar anderen Freiwilligen und Membern im Orchester das Stück musikalisch begleitet. Es gab in der Woche davor viele Proben und dem dem entsprechend auch viel Stress!!

Am Ende gab es zwei tolle Aufführungen und alles lief reibungslos ab!

Leider ist das Bild mit den Marienkäfern das einzige auf dem keine Member zu erkennen sind.

Auch wurden wir bei dieser Gelegenheit, für uns leider total überraschend weshalb von uns auch nichts vorbereitet war, verabschiedet. Jeder hat eine Karte und eine Kleinigkeit aus dem Keramik- und  Kerzenworkshop bekommen.

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keine Angst, dass ist nur Henna🙂IMG_1500

Auch wir fangen langsam an Abschied zu nehmen denn mit der Noah Aufführung haben die Ferien angefangen und es gibt keine Arbeit in den Workshops oder der Schule mehr. Dem entsprechend arbeitet man nur noch im Haus und sieht seine anderen Member nicht mehr so oft. Auch fliegen die ersten Volontäre schon am 13.08 ab und die Zeit scheint immer schneller zu vergehen.

Ich persönlich freue mich auf das Ende meines Jahres ich habe hier viel gesehen, erlebt und vor allem gelernt doch jetzt ist es langsam genug. Ich habe das Gefühl, dass ich nun wieder etwas Anderes brauche, dass das Alles hier nun vorbei ist. Es ist schwer meinen derzeitigen Gefühlszustand zu beschreiben, aber ich merke, dass ich nicht mehr hier sein muss ich freue mich meinen Platz an die neuen Volontäre abzugeben. Mir werden meine Member sobald ich zurück bin unglaublich fehlen und doch weis ich, dass es für mich gut ist bald wieder zuhause zu sein.

Soviel bis hier hin bis bald

eure Ronja

Ein mal sehen wir uns wieder

Du bist nicht weg, du bist nur wo anders

Du bist nicht weg, du bist nur eingeschlafen

Du bist nicht weg, du hast es jetzt geschafft

Du bist nicht weg, du hast jetzt deinen Frieden

Du bist nicht weg, du hast nur deinen Körper verlassen

Du bist nicht weg, du bist jetzt bei Opa

Ihr seid nicht weg, ihr seit nur wo anders

Ihr seid nicht weg, ihr habt euch jetzt wieder

Ihr seid nicht weg, ihr lacht jetzt zusammen

Ihr seid nicht weg, ihr passt auf uns auf

Ihr seid nicht weg, ihr wartet auf uns

Ihr seid nicht weg, ihr seit nur wo anders

 

Leider ist am gestrigen Abend, nach einem Monat in dem sie noch mal all ihre Kraft zusammen genommen hat und einfach nicht gehen wollte, meine Oma verstorben. Ich bin froh das ich sie vor 3 Wochen nochmal gesehen habe und mich verabschieden konnten. Nach dem sie einfach nicht gehen wollte und man sehen konnte das sie sich quält sind wir jetzt sehr erleichtert, dass sie es geschafft hat los zu lassen.

Die Vorstellung nach Hause zu kommen und meine Großeltern sind nicht mehr da macht mich unfassbar traurig. Meine Großeltern die alles für mich getan haben mit denen ich aufgewachsen bin, von denen ich heimlich Geld zugesteckt bekommen habe, bei denen ich bis spät am Abend Fernsehen schauen durfte bei denen ich generell alles machen durfte was ich wollte, sind nicht mehr unter uns.

Das beide, mein Opa und meine Oma, versterben mussten während ich in Israel bin ist unglaublich hart für mich. Jetzt nicht bei meiner Familie sein zu können schon das zweite mal ohne sie damit klar zu kommen ist für mich sehr schwer.

Ich hatte so unglaublich tolle Großeltern bei denen ich mich von Herzen für die schöne Zeit mit ihnen bedanken will. Ich habe so schöne Erinnerungen mit euch und ihr werdet immer irgendwie da sein!

 

Ich bitte auch dieses mal wieder darum in Folge dieses Blogeintrages nicht mit Nachrichten überschüttet zu werden denn dafür ist dieser Blogeintrag nicht gedacht!

Ich wünsche euch allen einen schönen Donnerstag und morgen ein schönes Wochenende!!

Bis ganz bald eure Ronja

Die Hochzeit, Timna, Shawuot und Tabgha

Am 3.06 um 6:00 Uhr ging ein Flugzeug mit mir an Board nach Frankfurt🙂 Denn ich bin als Überraschung auf eine Hochzeit geflogen. Dieser kleine Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt und ich habe sogar den Regen genossen den alle anderen schon nicht mehr sehen konnten🙂

Eine Überraschung war es vor allem für das Brautpaar, da ich diesen zuvor abgesagt hatte.

Vielen Dank an Lisa und Georg das Brautpaar es war so super schön !!!

Natürlich wurde die Zeit in Deutschland auch genutzt um meine Oma zu besuchen und Anne zu sehen🙂

(Mein Rückflug am 06.06 begann dank der Kontrolle durch El Al bei der angeblich Sprengstoff ähnliche Substanzen an meinem Rucksack gefunden wurden und eine Körperkontrolle nur in Unterwäsche nicht wirklich gut. Auch wurde eine Dreiviertelstunde nicht mit mir gesprochen und ich habe mich einfach nur gedemütigt gefühlt. Ich kann das alles nach den vielen  Anschlägen auch verstehen und trotzdem fühlt man sich, nach fast 10 Monaten in denen man in Israel lebt und arbeitet, irgendwie wieder komplett fremd und ausgegrenzt)

Kurz nach dem ich wieder in Beit Uri war feierten wir Shawuot also Erntedank. Auch dieses mal habe ich wieder beim Bühnenprogramm mitgewirkt.

 

Am letzten Wochenende waren Liane,Jenn, Salo und ich bei 42 Grad im Timnapark wandern, sowie in Eilat schnorcheln und am red Ganyon nochmal wandern.

 

Insgesamt sind wir wohl zwischen 40-50 km gelaufen und wurden bei der Hitze von jedem für verrückt gehalten🙂

 

Vielen Dank für das tolle Wochenende mit euch !!!

Dann bleibt nur noch von diesem Wochenende zu berichten, welches ich am See Genezareth in Tabgha verbracht habe. Das Wochenende habe ich allerdings nicht nur mit Volontären verbracht sondern mit dem gesamten Kinderhaus also meiner Arbeit🙂

(Leider kann ich von den Membern wie gewöhnlich keine Bilder reinstellen allerdings haben Judy, Lara, Jenn zwei Freunde und ich einen Ausflug in in einen Nationalpark gemacht.)

Langsam wird einem wohl bewusst das die Zeit hier vorüber geht und einem nicht mehr viel Zeit hier in Israel bleibt. Auf der einen Seite ist das natürlich sehr traurig und wird sicher schwer das Alles, die Member, die andren Volos und dieses tolle Land zu verlassen und doch muss ich sagen das ich mich sehr auf Deutschland, meine Familie und meine Freunde freue!

Also wird jetzt natürlich die restliche Zeit noch mal ausgenutzt und genossen!!!

Bis ganz bald mit neuen Bildern

eure Ronja

Ps: Vielen Dank an Liane und Jenn für die tollen Bilder!!

Die letzten drei Wochen (Mama,Papa,Melissa, Nisha, Urlaub, Feiertage)

Der Urlaub mit meinen Eltern, Melissa und Nisha

Hallo ihr Lieben

in den letzten drei Wochen ging es bei mir drunter und drüber. Am 24.4 sind meine Eltern am Abend in Tel Aviv gelandet um ganze drei Wochen bei mir in Israel zu sein. In dieser Zeit haben wir viel gesehen und erlebt.

In der ersten Woche haben wir alles mögliche in der Umgebung von Afula unternommen, da ich am Vormittag immer gearbeitet habe. Unter anderem waren wir im Nationalpark Gan Hashlosha, auf dem Mt. Tabor, in den Golan Hights wandern, in Haifa und Akko so wie in Nazareth. (Allein Nazareth als arabische Stadt fanden meine Eltern von der Mentalität schon komplett anders als die ganzen anderen Städte)

 

Alles in allem war die erste Woche sehr entspannt und ich konnte meinen Eltern viele schöne Plätze im Norden Israels zeigen. Was sie auch sehr überrascht hat war das gute und viele Essen, dass es in Israel gibt, da ich mich immer beklage. Allerdings hat man als Volontär auch nicht das Geld immer gut Essen zu gehen!! (Hier ein Danke für das wirklich tolle Essen in den Wochen mit euch)

Als Nächstes ging es für uns in die Stadt der Städte Israels, nach Jerusalem. Hier wurde es meinen Eltern mit all den Menschen und den ganzen verschiedenen Eindrücken der verschiedenen Stadtteile so wie dem riesen Basar schnell zu viel🙂 Auch die ganzen Pilger, welche Handtücher und sonstige Gegenstände am Stein der Salbung reiben waren für meine Eltern etwas eher befremdliches.

In Jerusalem wurden sämtliche Wahrzeichen wie etwa die Klagemauer der Felsendom und die Grabeskirche besichtigt . Unter anderem sind wir auch einen Teil der Stadtmauer lang spaziert und natürlich wurde auch mein Schalladen wieder besucht und einiges schönes mitgenommen:) Ebenso haben wir den Mahanemarkt besucht und dort Früchte, Zerealien und Kaffee gekauft. Alles in allem hat es meinen Eltern gut gefallen und doch waren es sehr viele Eindrücke die sie verarbeiten mussten.

(Auf dem einen Bild ist eine Visitenkarte vor der Klagemauer zu sehen, bei welcher es sich um die Karte für einen Firmling unserer Gemeinde handelt.)

Nach unserer Zeit in Jerusalem sind dann am 05.05 meine Schwester Melissa und ihre Freundin Nisha zu unserer kleinen „Reisegruppe“ dazu gestoßen. Nach zwei Entspannungstagen meiner Eltern im Kibbutz Ein Gev ganz allein ging es dann am 08.05 mit einem Stopp im Nationalpark Megiddo auf  in den Süden Israels. Wo wir im Kibbutz Yahel, in welchem meine Schwester vor 10 Jahren mal eine kurze Zeit lang gearbeitet hat, übernachtet haben.

 

Megiddo

Megiddo der Ort, der in der Bibel auch als Armageddon bezeichnet wird (Offenbarung 16,14-21). Der heutige Megiddo National Park umfasst den historischen biblischen Hügel von Megiddo er ist am westlichen Eingang zum Jezreel Tal in Unter-Galiläa und damals wie auch heute wichtigen Straßenkreuzung gelegen.

Schon zu Beginn des 3. Jahrtausend v. Chr. war Megiddo  eine befestigte Stadt. 1.000 Jahre später wurde es Zentrum der ägyptischen Herrschaft über Kanaan. Strategisch war es zu damaliger Zeit von größter Bedeutung, denn es verband das Ende des Iron Valley im Herzen der Via Maris, die Ägypten und Damaskus verband.

Pharao Thutmoses III. vereinnahmte Megiddo 1468 v. Chr. und versuchte seine Vormachtstellung landesweit zu festigen. Die Israeliten nahmen Megiddo in der Zeit König Davids ein und während der Regentschaft von König Salomon wuchs die Stadt.

Im Jahre 924 v. Chr. zerstörte Pharao Shishak Megiddo, jedoch wurde die Stadt wieder aufgebaut. Der assyrische König Tiglath-Pileser III übernahm Megiddo 732 v. Chr. und nach der persischen Periode verließen die Einwohner Megiddo und die Stadt zerfiel. In der  Bibel wird Megiddo als Armageddon identifiziert, dem Schauplatz des Endes aller Tage (Offenbarung 16,14-21).

 

Vom Kibbutz machten wir uns am nächsten Tag mit unserem Auto auf den Weg nach Eilat am Roten Meer. Hier besuchten wir ein großes Aquarium mit sämtlichen Fischen unter anderem Haien und auch einer  Vielzahl von Korallen. Nach dem Besuch im Aquarium sind wir dann Schnorcheln gegangen was mein absolutes Highlight des Urlaubs war. So viele verschiedene und vor allem bunte Fische habe ich noch nie gesehen, nicht einmal beim Tauchen.

 

Am Tag danach ging es vor unserer Reise nach Ein Gedi noch in den Timna Nationalpark.

 

Der Timna Nationalpark erstreckt sich auf eine Fläche von 60 Quadratkilometern und bietet dem Besucher eine unglaubliche Fels- und Wüstenlandschaft als auch eine vielseitige Tierwelt. Auch Kupferminen sowie Hieroglyphen werden dem Besucher geboten.

Timnas Geschichte

Etwa 5500 v. Chr. wurde in Timna Park Kupfer enteckt und war seit dem Gegenstand ägyptischer Bergwerksexpeditionen. Diese ägyptischen Bergwerke sind die ältesten Metallbergwerke der Welt. Auch die Ruinen der Schmelzanlagen zählen zu den ältesten der Welt. Es wurde festgestellt das die Bergwerke mit unterbrechungen genutzt wurden. Gegen 4500 v. Chr. brach  der Bergbau von Timna für drei Jahrtausende ab, um gegen 1300 v. Chr. durch die Ägypter wiederbelebt zu werden. Etwa 50 v. Chr. nahmen die Römer den alten Bergbau wieder auf.

1937 wurden die alten Bergwerke sowie ein Hathortempel (Hathor eine Göttin der ägyptischen Mythologie nahm in den Anfängen noch den Rang einer Lokalgöttin an stieg aber später zur Himmelsgöttin des Westens auf und war unter anderem Totengöttin, Göttin der Liebe,des Friedens,der Schönheit, des Tanzes, der Kunst und der Musik.) wieder entdeckt. 

Weiter ging es dann nach Ein Gedi wo wir im Ein Gedi Hostel übernachtet haben und im Nationalpark wandern waren. Im Ein Gedi Nationalpark gibt es verschiedene Strecken die man teilweise auch durchs Wasser laufen kann und am Ende mit einem Wasserfall und Gumpen belohnt wird. Wir haben uns für die Strecke des Wadi Arugot entschieden und fanden es sehr schön.

 

Da das Tote Meer und Massada nur 30 min von Ein Gedi entfernt sind haben wir uns das auch noch angeschaut und sehr genossen.Für meine Eltern war der Urlaub dann auch schon vorbei und nach drei Wochen in ganz Israel von Nord nach Süd mit so vielen verschiedenen Eindrücken war es wohl auch genug. Beiden hat es hier gefallen und doch gab es auch viele Dinge die sie nicht nachvollziehen konnten. Auch das Wetter was uns bis zu 40 Grad beschert hat war für die beiden Anfang Mai eine richtige Überraschung. Der Urlaub mit meiner Familie war wirklich toll und es gab auch viel Neues für mich was ich mangels eines Autos sonst eher schlecht erreichen kann.

Auch hat meine Familie die Familie meiner Austauschschülerin Rotem bei einem Shabbatessen kennen gelernt was für alle ein sehr schöner Abend war!!

Melissa und Nisha sind noch eine Woche länger geblieben und haben in der Zeit noch den Norden erkundet. Beiden hat der Urlaub hier gut gefallen🙂

Doch nicht nur Familie war zu Besuch auch Christian ein Arbeitskollege meiner Mutter und sein Mann Sven waren bei mir in Beit Uri zu besuch und wir konnten sie im Cafe Galleria ein bisschen bewirten.

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Da die Beiden am Anfang der Planung ihrer Reise noch ein bisschen besorgt waren, habe ich mich sehr gefreut, dass sie nach einem Gespräch zur Lage, mit mir, ihre Reise haben wahr werden lassen und wir uns sehen konnten !

Waldfestival

Vom 19-21.05 sind wir Volontäre alle auf ein Festival wo wir mit genug Essen und trinken gezeltet haben. Vom Musikalischen war für jeden etwas dabei von Raggea über Rock bis hin zu Pop.

Der Holocaust Gedenktag

Am 05.05 fand in Israel der Holcaust Gedenktag Jom haSchoah statt. Um 10:30 versammelten sich alle Bewohner und Worker Beit Uris in der großen Halle und es gab eine kleine Zeremonie sowie eine Schweigeminute, welche in ganz Israel um 11 Uhr abgehalten wurde.

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Das war es erst Mal wieder aus Israel!!

Grüße Ronja

 

Pessach

Hallo heute ein bisschen was zu Pessach.

Am Freitag den 22.4 wurde die Pessachzeit begonnen. Auch wir in Beit Uri hatten einen Pessachabend, den Seder-Abend,  mit allen Bewohnern, es wurden traditionelle Lieder Gesungen und Speisen zu sich genommen diese waren:

  • Mazze (Mazzot),
  • Maror, das ist ein bitteres Gemüse, das an die Bitternis der ägyptischen Sklaverei erinnern soll,
  • Charosset, das ist eine Speise mit lehmartiger Konsistenz, die aus Äpfeln, Nüssen und Zimt zubereitet wird. Sie soll an den von den Juden in der ägyptischen Sklaverei zubereiteten Lehm erinnern.
  • Karpass, das ist ein vor dem Verzehr in Salzwasser eintauchtes Gemüse.
  • Salzwasser, das die Tränen symbolisiert, die die Juden im ägyptischen Exil vergossen,
  • Ei als Zeichen des ewigen Lebens und
  • Knochen, die an das Pessachopfer erinnern sollen.

Zur Pessach Geschichte:

Pessach ist das erstes der drei Wallfahrtsfeste im jüdischen Frühlingsmonat Nissan und wird zur Zeit der ersten Gerstenernte in Israel gefeiert. Das Pessachfest  erinnert an die Zeit des Exodus, an den Auszug der Israeliten aus Ägypten, die Flucht vor Unterdrückung und Sklaverei. Das Pessachfest ist also ein Fest der Freiheit. Aus diesem Zusammenhang leitet sich auch der Name Pessach ab, der so viel bedeutet wie „hinwegschreiten“, „verschonen“.

Im 2. Buch Mose, Kapitel 12, ab Vers 1 heißt es:

„Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen. Sagt der ganzen Gemeinde Israel: Am zehnten Tage dieses Monats nehme jeder Hausvater ein Lamm, je ein Lamm für ein Haus. … Von den Schafen und Ziegen sollt ihr’s nehmen und sollt es verwahren bis zum vierzehnten Tag des Monats. Da soll es die ganze Gemeinde Israel schlachten gegen Abend. … und sollen das Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesäuertes Brot dazu, und sollen es mit bitteren Kräutern essen. … Um eure Lenden sollt ihr gegürtet sein und eure Schuhe an euren Füßen haben und den Stab in der Hand und sollt es essen als die, die hinwegeilen; es ist des HERRN Passa. … Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen.“

Moses, das Findelkind, bekam den Auftrag von Gott, sein Volk aus Ägypten zu führen. Er trat vor den Pharao und sagte:

„So spricht der HERR, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, das es mir ein Fest halte in der Wüste.“

Gott schickte, weil der Pharao das Volk Israels nicht gehen lassen wollte, zehn Plagen gegen die Ägypter. Mit der zehnten Plage flohen die Israeliten aus dem Land:

(1.Plage des Blutes, 2.Frösche, 3.Stechmücken, 4.Hundsfliegen, 5.Viehpest, 6.Beulen/ Geschwüre, 7.Hagel, 8.Heuschrecken, 9.Finsternis, 10.Tod aller Erstgeburten)

„Und sie backten aus dem rohen Teig, den sie aus Ägypten mitbrachten, ungesäuerte Brote; denn er war nicht gesäuert, weil sie aus Ägypten weggetrieben wurden und sich nicht länger aufhalten konnten und keine Wegzehrung zubereitet hatten.“ (Exodus, 12, 39)

„Du sollst kein Gesäuertes dazu essen. Sieben Tage sollst du Ungesäuertes essen, Brot des Elends – denn in Hast bist du aus Ägyptenland geflohen -, auf das du des Tages deines Auszugs aus Ägyptenland gedenkst dein Leben lang. Es soll sieben Tage lang kein Sauerteig gesehen werden in deinem ganzen Lande und soll auch nichts vom Fleisch, das am Abend des ersten Tages geschlachtet ist, über Nacht bleiben bis zum Morgen.“ (5. Buch Mose [Deuteronium], 16, 3)

Auch in Beit Uri haben wir 7 Tage lang nur Matzen gegessen und 2 Tage vor Pessach ging das große Putzen los!!! Es wurde wirklich in jeder Nische und überall geputzt auch das komplette Geschirr wurde in allen Häusern ausgetauscht.

Liebe Grüße eure

Ronja